Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es eine Vielzahl an Zusammenschlüssen – Initiativen, Bündnisse und Vereine, die schon seit Jahren gegen Rassismus und Rechtsextremismus aktiv sind und sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Gleiches gilt für die Vielzahl an Haupt- und Ehrenamtlichen in Verbänden und behördlichen Institutionen. Sie setzen sich sehr engagiert mit den unterschiedlichen Spielarten gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinander.

 

Um Kommunen  und Zivilgesellschaft in dieser Hinsicht zu stärken, hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen das Förderprogramm NRWeltoffen entwickelt. Das Programm unterstützt die nachhaltige Entwicklung und Umsetzung präventiver Handlungskonzepte gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

 

Der Kreis Minden-Lübbecke hat sich erfolgreich am Interessenbekundungsverfahren beteiligt und ist seit Juni 2017 Teil dieses Projektes, das im Kommunalen Integrationszentrum im Kreisschulamt angesiedelt ist. Zur Stärkung der Demokratie und zur präventiven Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung hat sich ein starkes Netzwerk aus den Bereichen Bildung, Verwaltung, Politik, Kirche, Sozialverbänden sowie zivilgesellschaftlichen Vereinen und Gruppen gebildet. 2018 wurden im Rahmen des Projektes die Handlungsfelder „Erinnerungskultur“, „Diskussions- und Debattenkultur“ sowie „Grund- und Menschenrechte“ entwickelt. Zu diesen Handlungsfeldern finden in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen für interessierte Bürger*innen statt.